Ein Artikel des FN Jena
Sollte der allerneuste Vorstoß von Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) tatsächlich umgesetzt werden, dann dürfte Thüringen bald das Bundesland sein, welches mit den allergrößten Schritten in den Volkstod rennt.
Nicht, dass die demographische Entwicklung schon genug Angstpotenzial bietet und die Demokraten die drohende Vergreisung nur verwalten wollen. Nein! Man ist offensichtlich nicht in der Lage oder gänzlich unfähig, die prekäre Situation zu entschärfen und wieder ein Klima zu schaffen, in welchem sich die Bürger einigermaßen wohlfühlen. Nicht nur, dass Thüringen das Bundesland mit den niedrigsten Durchschnittslöhnen ist – nein, auch die Mietpreisstatistik führen Thüringer Städte an. Und geht es nach den Sparplänen von Voß, dürfte ein Kindergartenplatz bald unbezahlbar sein.
Denn laut Voß sollten Eltern zukünftig 25% der Kita-Gebühren aus der eigenen Tasche finanzieren und somit den Landeshaushalt jährlich um 50 Mio. Euro entlasten. Dass eine solche Rechnung nicht aufgeht und mit einem solchen Schritt die so oder so sinkenden Geburtenzahlen nicht aufgehalten werden, sollte eigentlich selbst dem diplomierten und promovierten Volkswirtschaftler nicht entgangen sein.
Wie er ohne Volk und mit einer Armee ausländischer „Fachkräfte“ die klaffenden Haushaltslöcher dann noch stopfen will, das wird uns Herr Voß sicherlich in absehbarer Zeit erklären. Dann kann er die Gunst der Stunde gleich nutzen und den betroffenen Eltern begreiflich machen, wie es zusammenpasst, dass erst Anfang der Woche verkündet wurde, dass die zwei größten Thüringer Fußballstadien in Jena und Erfurt für 50 Mio. Euro saniert werden. Selbst wenn man vorgibt bis Ende 2013 zwei moderne Veranstaltungsarenen erbaut haben zu wollen, die dann für „große touristische, kulturelle Sportereignisse“ genutzt werden können, so muß man sich doch mit aller Ernsthaftigkeit einmal fragen, wer sich den Eintritt in diese dann überhaupt noch leisten kann?
Quelle: fn-jena.info

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