Ein Artikel des FN Jena

Trotz Staatsterror und Medienhysterie: Ihr bekommt uns nicht klein – Ja, geifert Ihr nur, Ihr armseligen Lichter der etablierten Lügenpresse. Stürzt Euch gierig über die Knochen, die Euch das System vor die Füße wirft. Erfüllt Euren Zweck als willfährige Propagandamaschine des Regimes und suhlt Euch in Eurer selbstgefälligen geistigen Inkompetenz. Wir sind es nicht anders gewohnt von Euch. Zu mehr seid Ihr nicht fähig in Eurer hündischen Unterwürfigkeit vor dem Zeitgeist. Oberflächlichkeit ist Euer Credo, politisch korrekte Hetze Euer täglich Brot. Der Mammon allein ist Euer Herr, ihm habt Ihr Euer Tun verschrieben, ihm habt Ihr Eure Seelen verkauft. “Wes Brot ich ess‘, des Lied ich sing”. Es ist ein schäbiges Lied. Es soll Euch in der Kehle stecken bleiben!

Vor vielen Jahren soll es hierzulande einmal eine Zeit gegeben haben, in der das hohe Wort der Unschuldsvermutung noch mehr war, als nur eine hohle Phrase auf chlorfrei ungebleichtem Papier. Eine Zeit, in der Anstand und Charakter noch als achtbare gesellschaftliche Werte galten und ein respektvoller Umgang auch mit dem Gegner zum guten Ton gehörte. Ja, einstmals soll es wohl so gewesen sein. Zumindest erzählen uns die alten, staubigen Bücher davon.

Diese Republik, dieses Schmierentheater, das uns hierzulande tagtäglich vorgesetzt wird, brüstet sich ebenfalls hochmütig mit der Unverletzlichkeit des freien Wortes. Mit dem Pluralismus der Meinungen, mit Achtung der Menschenwürde und mit Rechtsstaatlichkeit.

Ereignisse wie die gegenwärtigen indessen sind es, die uns einmal mehr und deutlich wie selten vor Augen führen, dass diese feierlichen Bezeugungen das Papier nicht wert sind, auf dem sie einst gedruckt wurden.

Wie anders ist die Widerwärtigkeit zu erklären, mit der im Zuge einer inszenierten “Terror”-Hysterie gegenwärtig gegen Oppositionelle in diesem Land vorgegangen wird? Diese kaltblütige Niedertracht, mit der ganze Familien zerstört, Existenzen ruiniert und Menschen für vogelfrei erklärt werden?! Für das System Kollateralschäden – Bauernopfer in einem viel größeren Spiel. Für die Medien und den verhetzten Mob auf der Straße die gerechte Strafe für Verbrecher, denen man das Attribut “Menschsein” aberkennt, nur weil sie eine “falsche” Weltanschauung haben.

Es ist schon eine gesellschaftliche Posse sondersgleichen, deren Zeugen wir dieser Tage werden: Da wird einem lokalen Jenaer Aktivisten wegen einer – im übrigen nie bestrittenen – Bekanntschaft zu drei Personen, von denen zwei praktischerweise tot sind und die seit gut drei Wochen als bestialische “Nazi-Terroristen” durch die gleichgeschaltete Medienwelt geistern, ganz plötzlich “Beihilfe zum Mord in sechs Fällen” angedichtet. Dabei ist noch nicht einmal erwiesen, dass es überhaupt einen “sechsfachen Mord” gab, zu dem man hätte Beihilfe leisten können. Denn eine Täterschaft des ominösen Killernazidönermördermonstertrios hinsichtlich der ihm zur Last gelegten Verbrechen ist trotz aller anders lautender Unkenrufe bis dato alles andere als erwiesen.

Was die Ermittlungen tagein tagaus zu Tage fördern, birgt zwar in der Tat den Stoff, zum größten Geheimdienstskandal der Nachkriegsgeschichte zu mutieren. Doch wie viele Fragen bleiben dabei offen? Wie viele Widersprüche bleiben ungeklärt? Wie viele “Zusammenhänge” klingen ganz einfach so dermaßen hanebüchen, dass jeder nicht völlig gehirngewaschene Zeitgenosse im Grunde sofort hellhörig werden müsste? Viele. Viel zu viele! Zu viele jedenfalls, als dass die aktuell gegen Aktivisten aus Jena erhobenen Vorwürfe einer wahrhaft rechtsstaatlich-objektiven Untersuchung standhalten könnten.

Aber darum geht es auch gar nicht. Nein, hier geht es um mehr. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünnemann (CDU) plaudert auf n24.de ganz freimütig aus dem Nähkästchen: “Wenn es einen klar belegbaren und belastbaren Zusammenhang zwischen der NPD-Mitgliedschaft und der Terrorgruppe NSU geben sollte, dann wäre das ein wichtiges Argument in Sachen NPD-Verbotsverfahren. Die V-Leute-Problematik würde nicht mehr im Mittelpunkt stehen.”

Ja, das ist also der Plan. Einen Zusammenhang zwischen “Terror-Nazis” und NPD zu konstruieren. Endlich eine vernünftige Grundlage für ein Verbotsverfahren geliefert zu bekommen, noch bevor einem die ganze Euroschuldengrütze so richtig um die Ohren knallt. Der dritte Teil des ebenso abgekarteten wie durchschaubaren Spiels also, nach der zentralen “Nazidatei” und dem Verfassungsschutz-Ausbau. Weiterer Kommentar überflüssig.

Es ist nicht zu leugnen: Die Zeichen stehen auf Sturm. Und die Zeiten für Rebellen werden augenscheinlich rauher. Doch wir werden dem Hass, der Hetze und der Lüge nicht weichen. Gerade jetzt nicht! Denn unsere Waffe ist nicht der Terror, nicht die Hetze, nicht die Gewalt. Unsere Waffe ist die Solidarität. Und in Stunden wie diesen wird der Gebrauch dieser nötiger denn je. Wir rücken noch enger zusammen. Ihr bekommt uns nicht klein!

Einer für alle – alle für einen. Denn es ist immer ein Angriff auf uns alle!

Quelle: fn-jena.info